LOW CARB - wirklich sinnvoll?

Low Carb – wirklich sinnvoll?

Viele Menschen, die zu ihrer persönlichen Traumfigur gelangen möchten, assoziieren eine Diät oft mit einer Art und Weise die kohlenhydratarm durchgeführt werden soll. In dem folgenden Artikel möchte ich dich aufklären, ob Low-Carb funktioniert und welche Fehler dabei oft gemacht werden.

Was ist überhaupt Low-Carb?

Eine Low-Carb Diät bedeutet, dass der Makronährstoff „Kohlenhydrate“ bei einer hohen Proteinmenge und Fettmenge zugeführt werden soll. Ab wie viel Gramm Kohlenhydraten ein Ernährungsverhalten als „Low-Carb“ benannt werden kann, ist außerdem ein individueller Punkt. Zum Beispiel ist die Menge, die ein 100kg schwerer Mann in einer Low-Carb Diät zu sich führt, für eine 50kg schwere Frau alles andere als Low-Carb. Viele begehen dort schon den ersten Fehler und verwechseln Low-Carb mit No-Carb, führen viel zu wenig bis gar keine Kohlenhydrate dem Körper hinzu und brechen die Diät ab, da der Notzustand im Körper die Diät unerträglich macht.

Kohlenhydrate runter – Fette hoch!

Dieses Schwarz-Weiß-Denken ist leider ein großer Nachteil, welches die meisten Mensche mit Low-Carb Diäten in Verbindungen bringen. Der Durchschnittsmensch empfindet dadurch, dass Kohlenhydrate schlecht für den Körper seien und übersieht die Aufgabe des Makronährstoffes als Energieträger.
Wenn Kohlenhydrate, bei einer hohen Proteinzufuhr fehlen, müssen die Fette die Aufgabe als Energieträger übernehmen. Es sollte unbedingt darauf geachtet werden dem Körper nicht zu wenig Kcal hinzuzufügen, weil sonst unser Stoffwechsel verlangsamt.
Kohlenhydrate haben verschiedene Aufgaben im menschlichen Körper, u.a. sorgen Sie für einen regulierten Leptinspiegel.
Leptin ist ein körpereigenes Hormon, welches bei niedrigem Wert Signale an unser Gehirn sendet, welche wir mit „Heißhunger“ betiteln. Das bedeutet, wenn wir Heißhungerattacken haben, haben wir in dem Moment einen niedrigen Leptinspiegel und der Körper möchte, dass Kohlenhydrate hinzugeführt werden, damit der Leptinspiegel wieder auf das Normalniveau ansteigt.

Jeder kennt es – eine kohlenhydratarme Ernährung führt gerade zu Beginn zu einem schnellen Gewichtsverlust. Doch der Anschein trügt, da der Gewichtsverlust auf das vermehrte Abführen von körpereigenem Wasser zurückzuführen ist. Dies ist darin begründet, dass Kohlenhydrate Wasser im Körper speichern. Da diese bei einer kohlenhydratarmen Ernährungsweise dem Körper entzogen werden, verliert man das zuvor eingelagerte Wasser im Unterhautgewebe. Allerdings ist das Ziel jeder Diät die Reduktion des Körperfettanteils. Dieser wird jedoch primär über die Kalorienbilanz reduziert.

Das Geheimnis des Erfolgs, ist die Beständigkeit des Ziels.

Fazit

Die Kcal-Bilanz ist einzig und allein entscheidend, ob wir abnehmen oder zunehmen. In welcher Art und Weise dies geschieht, sprich ob es High-Carb, Low-Carb, eine ketogene Diät ist, spielt primär keine Rolle. Wir sollten allerdings auf eine hohe Proteinzufuhr achten, weil unser Körper sich sonst an den Aminosäuren im Muskel bedient.
Wer jedoch trotzdem eine Low-Carb-Diät erfolgreich durchführen möchte, sollte sich unbedingt mit der Nährstoffaufnahme im kalorienreduzierten Bereich befinden.
Das bedeutet, dass wir vermindert Kohlenhydrate essen, eine hohe Menge an Protein- und Fett zu uns führen, aber auch gleichzeitig die gesamte Kalorienbilanz negativ halten.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass die Low-Carb Diät grundsätzlich funktioniert, diese allerdings oft falsch angewendet wird. Eine richtige Anwendung einer Low-Carb Diät zeigt genau so viel Erfolg, wie u.a. eine durchgeführte High-Carb Diät. Dies wurde auch in Studien¹ bewiesen.

Literaturverzeichnis

  1. Bodyrecompostion 2009 Studie
OBEN